Mit diesen 6 Tipps finanzielle Risiken minimieren

Angst, Unsicherheit und Unwissen hemmen viele Menschen, ihr Geld vom Sparbuch zu bewegen und in Investmentfonds anzulegen. Sie haben Angst vor den damit verbundenen Risiken. Ohne Risiko kommen Sie nicht durch das Leben. Das ist die schlechte Nachricht für sicherheitsorientierte Menschen; die gute: Viele finanzielle Risiken lassen sich minimieren.

Die folgenden 6 Tipps helfen Ihnen, sicher und entspannt ein Vermögen aufzubauen.

1.) Mehr Wissen

Je weniger Sie über Finanzen wissen, desto riskanter ist Ihr Umgang mit Geld. Denn Ihr Gehirn spielt Ihnen einen bösen Streich. Was Sie nicht kennen, erscheint Ihnen riskanter. So funktioniert unser Gehirn seit Jahrhunderten und will uns damit vor Gefahren schützen. Leider bringt Ihnen dieser Mechanismus in punkto Finanzen gar nichts. Denn was passiert?

Sie priorisieren die vermeintlich sicheren Anlagen wie Sparbücher, weil sie Ihnen vertraut sind. Investmentfonds hingegen sind Ihnen fremd. Also lassen Sie die Finger von ihnen.

Leider reicht es nicht, sich mit Geldanlagen auszukennen. Wenn Sie finanzielle Risiken minimieren und Wohlstand aufbauen möchten, benötigen Sie elementares Finanzwissen.

Sie müssen wissen,

  • wie Sie es schaffen mehr Geld zu behalten, also sparen,
  • wie Sie Ihr Geld erfolgreich und sicher vermehren können,
  • wie Sie mehr Geld verdienen können und
  • wie Sie Ihr Geld sorgenfrei genießen können.

2.) Eigenes Risikoprofil kennen

Ebenso riskant ist es, Geld zu investieren und seine Investmentmentalität nicht zu kennen. Das heißt: Ihre Einstellung zu Geld nicht zu kennen sowie Ihre Bedürfnisse und Ihr Verhalten in Bezug auf Finanzen nie hinterfragt zu haben.

Wie gehen Sie mit Geld um – eher leichtsinnig oder sehr kontrolliert? Wie hart treffen Sie Geldverluste – Ist Ihnen sonnenklar, dass man an der Börse finanzielle Rückschläge erlebt? Oder ärgern Sie sich über Rückschläge so sehr, dass Sie an nichts anderes mehr denken können? Wie ist Ihre Einstellung zu Aktien und Aktienfonds? Reizt es Sie, in Aktien zu investieren? Können Sie noch entspannt leben, wenn Sie in renditestarke, aber auch risikoreiche Anlagen investiert sind? Oder haben Sie ein ganz schlechtes Bauchgefühl bei dem Gedanken an Aktieninvestments?

Sie sollten sich mit diesen Fragen auseinandersetzen, bevor Sie in Anlagen investieren. Andernfalls folgen Sie blind den Strategien anderer. Vielleicht sind Sie damit kurzfristig erfolgreich. Doch langfristig helfen Ihnen die besten Tipps nicht weiter, wenn Sie entgegen Ihrer Investmentpersönlichkeit handeln. Besonders gefährlich wird es in Krisenzeiten, wenn die Börse verrückt spielt. Ist Ihr Geld in zu hohen Risikoklassen angelegt, werden Sie schnell schwach und verkaufen aus Panik. Dabei wäre es gerade jetzt wichtig, einen kühlen Kopf bewahren und bei Ihrer Strategie zu bleiben.

Es ist essentiell wichtig, dass Sie Ihr Kapital entsprechend Ihrer Investmentmentalität anlegen. Nur so wird Ihr Vermögensaufbau langfristig von Erfolg gekrönt sein.

3.) Besser viele Titel als einen

Finanz- und Wohlstandsstrategien sind eine sehr individuelle Angelegenheit. Dennoch gibt es einige grundsätzliche Investmentregeln, an die sich alle erfolgreichen Anleger halten. Dazu gehört, niemals alles auf eine Karte zu setzen. Den größten Anlagefehler, den Sie machen können, ist Ihr gesamtes Geld in eine Geldanlage zu investieren. Egal, wie stark eine Aktie ist oder wie groß und erfolgreich ein Investmentfonds – jede Geldanlage kann rein theoretisch einen Totalverlust erleiden. Auch wenn Ihnen das heute noch so utopisch erscheint. Es ist immer besser in fünf Aktien zu investieren als in eine und noch besser in einen Top-Aktienfonds zu investieren, mit dem Sie sich an vielen Unternehmen beteiligen.

4.) In verschiedene Anlageklassen investieren

Neben Ihrer Sicherheit ist Ihre Flexibilität stark eingeschränkt, wenn Sie Ihr gesamtes Vermögen in eine Anlage investieren. Ein Teil Ihres Geldes sollte so angelegt sein, dass Sie schnell darauf zugreifen können. Investieren Sie breit, heißt also: Setzen Sie nicht nur auf verschiedene Titel (z.B. Apple, Amazon, Bayer) einer Anlageklasse (Aktien), sondern legen Sie Ihr Vermögen auch in verschiedenen Anlageklasseklassen. Damit minimieren Sie Ihr finanzielles Risiko auf zweifache Weise.

Zum einen investieren Sie so auch in Anlagen, denen Sie kurzfristig und ohne Verluste Geld entnehmen können. Liegt Ihr gesamtes Geld in Aktien oder Investmentfonds, werden Sie größere Ausgaben (Anschaffungen im Haus, neues Auto etc.) unter Umständen mit hohen Verlusten stemmen müssen. So sollten Ihre Ersparnisse nicht dahinschmelzen.

Zum anderen federn Sie Verluste besser ab, wenn Sie in unterschiedliche Anlageklassen investieren. Sie wissen: Ganz ohne Risiko geht es nicht. Je nach wirtschaftlicher oder politischer Situation, kann eine Anlagekasse an Wert verlieren. Geht es zum Beispiel an den Aktienmärkten sehr turbulent zu, hat das nicht unbedingt einen Einfluss auf die Immobilienmärkte. Denn zwischen beiden Anlageklassen besteht nahezu keine Korrelation.

5.) Anlegen nach Risikoklassen

Im Idealfall entscheiden Sie zuerst, wie Sie Ihr Vermögen entsprechend Ihrer Investmentmentalität aufteilen möchten. Erst danach sollten Sie konkret nach Geldanlagen Ausschau halten. Relevant für Ihre Entscheidung ist das Spannungsverhältnis aus Rendite, Sicherheit und Liquidität und damit verbunden die Fragen:

  • Wie viel Ertrag erhalte ich durch eine Anlage?
  • Wie sicher kann ich sein, dass ich das angelegte Geld zurückerhalte?
  • Wie lange muss ich warten, bis ich auf das angelegte Geld zurückgreifen kann?

Wenn Sie ein sehr sicherheitsorientierter Mensch sind, werden Sie einen hohen Prozentsatz Ihres Geldes in „sichere“ Anlagen investieren wollen. Allerdings bringen diese „sicheren“ Anlagen Ihnen nicht die Erträge ein, mit denen Sie ein Vermögen aufbauen können. Der Vermögensaufbau macht also nur Sinn, wenn Sie Ihr Geld nach Risikoklassen streuen. Und zwar prozentual entsprechend Ihrer Investmentmentalität.

Am einfachsten ist das im Falle von Investmentfonds: Denn jeder Investmentfonds ist einer Risikoklasse von 1-7 zugeordnet. Je höher die Klasse, desto größer Ihre Chancen (Rendite), aber auch Ihre Risiken (Wertverluste). Diese Risikoklassifizierung ist gesetzlich festgelegt und hilft Ihnen bei der Aufteilung Ihres Vermögens nach Ihrer Investmentmentalität.

Aber auch bei allen anderen Anlagen sollten Sie strategisch vorgehen. Wir arbeiten sehr gerne mit der Teamstrategie. Nach ihr teilen Sie alle Anlagen beziehungsweise Ihr Kapital in die Kategorien Torwart, Verteidigung, Mittelfeld und Sturm ein. Ein Torwart (zum Beispiel die Rentenversicherung) bietet Ihnen schnell verfügbares Geld, hohe Sicherheiten, aber so gut wie keine Erträge. Der Sturm (Aktien, bestimmte Aktienfonds) verspricht die höchsten Gewinne. Sie können aber auch große Gewinne einfahren.

6.) Barreserven halten

Bei aller Strategie sollten Sie eine wichtige Faustregel nicht vernachlässigen: Halten Sie immer, immer, immer Barreserven. Wer sein gesamtes Kapital investiert, ist extrem gebunden und kann große Verluste machen. Zum einen brauchen Sie Cash für besondere Chancen – eine vielversprechende Anlage oder eine günstige Möglichkeit des Nachinvestierens. Zum anderen sollte immer genug Geld für alle anstehenden Ausgaben vorhanden sein – ob es eine unerwartete Reparatur am Haus ist oder Steuernachzahlungen.

Lassen Sie sich nicht von Ihren Ängsten und Zweifeln besiegen!

Lernen Sie die Welt der Finanzen besser kennen und genießen Sie die Chancen, die Ihnen die Hochs und Tiefs der Börse bieten. Auf der einen Seite ist es dringend: Denn Sie werden ein bestimmtes Vermögen brauchen, um später in Wohlstand leben zu können. Auf der anderen Seite ist es einfacher als Sie denken, ein Vermögen aufzubauen.

Über Bernd Reintgen

Er ist der Kopf des Privat-Institut für Finanzen Rl GmbH. Seine Leidenschaft gilt seit 35 Jahren dem Thema „Investments“. Er ist ein gefragter Referent und Finanzcoach und Co-Autor des Bestsellers „Wohlstand ohne Stress“. Seine wichtigste Botschaft: Geld, gewinnbringend, ausgewogen und stressfrei Geld anzulegen und für sich arbeiten zu lassen, ist “kinderleicht”, wenn man die wichtigste Regeln kennt.